Dr. med. Hans-Eberhard Mellin    40211 Düsseldorf    Oststr. 36    0211-35 69 63
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Erektile Impotenz oder erektile Dysfunktion:

Unvermögen des Mannes, den Geschlechtsverkehr aufgrund einer nicht ausreichenden Versteifung des Gliedes zu vollziehen

Die erektile Dysfunktion ist ein großes gesundheitliches Problem mit negativen Konsequenzen für den Patienten und seine Partnerin. Heute weiß man, daß 80 % der Fälle organisch und nicht psychisch bedingt sind. Der Mann befindet sich dadurch psychologisch in einer permanenten Situation des Versagens, die Verlust des Selbstvertrauens, Ängste, Depressionen und Beziehungskonflikte im Ehe, -Familien- und Berufsleben hervorruft.

Anfang der Achtziger Jahre haben die Ärzte Virag und Brindley die Möglichkeit entdeckt, durch das Einspritzen von gewissen pharmakologischen Substanzen in die Schwellkörper eine Erektion zu erreichen, die sogenannte Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

Die Zulassung des Medikamentes Viagra (Sildenafil) hat die medikamentöse Behandlung entscheidend verändert. Weiterhin haben die Medikamente Viagra (Sildenafil) und neuerdings auch Uprima oder IXense (Apomorphin-HCL) die medikamentöse Behandlung entscheidend verbessert.

Ursachen für die erektile Dysfunktion

psychologisch:

  • Angst, Versagensängste, Depressionen, Stress, existentielle Probleme (in Ehe, Familie, Beruf, finanziell) auch mangelhafte Sexualaufklärung

hormonal:

  • Hypogonadismus (ungenügende Produktion des männlichen Keimdrüsenhormons (Testosteron) in den Hoden, häufig bedingt durch Hodenfehllage.
  • Hypophysentumor (Hirnanhangsdrüse)
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten

neurologisch:

  • Erkrankung des zentralen Nervensystems: Morbus Parkinson, multiple Sklerose, Rückenmarksverletzungen
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems: durch Diabetes mellitus, Alkoholismus, radikale Prostatektomie, Bestrahlung des kleinen Beckens

Gefäßerkrankungen:

  • Arteriosklerose, Hypercholesterinäme, Bluthochdruck, Diabetes mellitus

Operationen:

  • Operationen an der Prostata, am Dickdarm oder an der Harnblase, andere Operationen im kleinen Becken

Stoffwechselerkrankungen:

  • Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie, chronisches Nierenversagen, Hämochromatose

Gewebeveränderungen:

  • Bindegewebe der Schwellkörper nach Priapismus (von sexueller Stimulation unabhängige schmerzhafte Dauererektion)
  • Verletzungen der Schwellkörper,
  • Induratio penis plastica (Verhärtung der Kapsel der Schwellkörper)

Medikamentös:

- bestimmte Mittel gegen Bluthochdruck, Herz-Kreislaufmittel, Psychopharmaka, Antidepressiva, Neuroleptika und Hormonbehandlung beim Prostatakrebs

Drogenkonsum:

- Nikotin, Alkohol, Kokain, Heroin und Methadon

 

Therapie

Psychotherapie und Sexualberatung:

- Sie kommt bei vorwiegend psychischen Ursachen in Betracht

Medikamentöse Therapie:

  • Yohimbin, Sildenafil (Viagra)

einfache orale Einnahme, Nebenwirkungen im gesamten Organismus sind aber möglich

  • Androgentherapie:

nach vorhergegangenen speziellen Blutuntersuchungen (Hormonspiegel) kann im Falle eines Hypogonadismus Testosteron substituiert werden, z.B. durch Pflaster. Strikte klinische Kontrolluntersuchungen (auch der Leberwerte) sind erforderlich.

Lokal anwendbare Medikament

  • intraurethrale Applikation MUSE (Prostaglandin E)wird direkt in die Harnröhre gespritzt
  • Schwellkörper-Autoinjektionstherapie - SKAT

Der Patient spritzt sich - nachdem entsprechende Untersuchungen und eine Unterweisung in diese Therapie in der Praxis stattgefunden haben - mit einer dünnen Nadel selbst eine erektionsfördernde Substanz in die Schwellkörper des Penis.

Vakuumpumpe:

- ein Kunststoffzylinder wird über den Penis gestülpt. Mit Hilfe einer Pumpe wird ein Unterdruck erzeugt, Blut wird in die Schwellkörper gesogen und eine Erektion tritt ein. Durch Anlegen eines speziellen Gummibandes an der Peniswurzel wird die Erektion auch nach Abnehmen des Zylinders aufrechterhalten.

Operative Eingriffe:

  • Gefäßoperationen

ähnlich einer Bypassoperation am Herzen oder eine Unterbindung schadhafter venöser Gefäße

  • Penisprothesen

werden als Implantat in die Schwellkörper eingesetzt. Es gibt auffüllbare flexible oder starre Prothesen