Dr. med. Hans-Eberhard Mellin   Arzt für Urologie
 Oststr. 36
   40211 Düsseldorf  Tel: 0211 - 35 69 63
www.dr-mellin.de   email: praxis@dr-mellin.de

 

Sterilisation beim Mann

(Unfruchtbarmachung durch Vasektomie - Unterbindung der Samenleiter )

Die Sterilisation durch Unterbindung der Samenleiter ist die sicherste Methode zur Erzielung einer Zeugungsunfähigkeit. Anders als bei der Kastration (Entfernung der Keimdrüsen), bleibt nach der Sterilisation die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr erhalten. Allerdings entsteht eine endgültige Unfruchtbarkeit. Selbst wenn die Samenleiter durch einen chirurgischen Eingriff wieder miteinander verbunden werden, bleibt in den meisten Fällen die Unfruchtbarkeit bestehen, sei es weil es zu Verklebungen der Samenleiterenden oder zur Bildung von Antikörpern gekommen ist.

Zur Sterilisation sollten Sie sich nur nach reiflicher Überlegung und im vollkommenen Einverständnis mit Ihrer Frau aus wichtigen Gründen entscheiden.

Sollten Sie eine Vasektomie aus Gründen der abgeschlossenen Familienplanung in Erwägung ziehen, müssen Sie mögliche Änderungen der persönlichen Verhältnisse - Scheidung, Todesfall, Wiederverheiratung - auf jeden Fall in Ihre Überlegungen einbeziehen.

Weitere Gründe zur Sterilisation:

  • Erbkrankheiten, die schwere geistige oder körperliche Schäden bei den Nachkommen hervorrufen
  • durch eine Schwangerschaft bedingte gesundheitliche Gefahren für die Mutter
  • schwere wirtschaftliche Belastung durch die Geburt eines weiteren Kindes

Operationsverfahren

In örtlicher Betäubung oder Vollnarkose wird nach einem kleinen Schnitt in den Hodensack (jeweils rechts und links) ein Stück des Samenleiters entfernt (zur mikroskopischen Untersuchung), der Samenleiter wird unterbunden, umgebogen und vernäht. Damit ist der Transport des Samens nach außen durch die Harnröhre unterbrochen.

Komplikationen

In seltenen Fällen können doppelte Samenleiter aufgrund einer anatomischen Fehlbildung vorhanden sein. Wenn dies nicht beim Eingriff entdeckt wird, bleibt die Zeugungsfähigkeit erhalten.

Auf allgemeine Gefahren bei operativen Eingriffen - Nachblutung, Wundheilungsstörung - muß hingewiesen werden, sie sind aber bei diesem Eingriff außerordentlich gering.

In seltenen Fällen kann es zu Nebenhodenentzündungen kommen.

Auf die Möglichkeit der höchst seltenen Bildung eines Samen-Granuloms muß hingewiesen werden. In diesem Fall kann ein Wiederverwachsen der Samenleiterenden eine Unfruchtbarkeit verhindern.

Eintritt der Unfruchtbarkeit

Eine komplette Entleerung der noch vorhandenen Samenfäden muß erreicht werden. Kontrolluntersuchungen des Ejakulats müssen nach dem Eingriff durchgeführt werden. Erst wenn 2 aufeinanderfolgende Untersuchungen keine Samenfäden mehr aufweisen, kann auf weitere Verhütungsmaßnahmen verzichtet werden.

Eine komplette Aufklärung über Operationsrisiken findet selbstverständlich beim Vorgespräch in der Sprechstunde statt.

 

Operationseinwilligung

Hiermit bestätige ich, umfassend über die Unterbindung der Samenleiter aufgeklärt worden zu sein.

Eventuelle Komplikationen, wie Nachblutungen, Infektionen, Abszeßbildungen, Blutergüsse und Bildungen von Sperma-Granulomen sind mir mitgeteilt worden.

Insbesondere ist mir klar, daß dieser Eingriff als endgültig zu betrachten ist und selbst bei einer Wiederherstellung der Samenleiter eine Fruchtbarkeit sehr unwahrscheinlich ist.

Die Unfruchtbarkeit wird vom Arzt erst nach zweimaliger negativer Spermaprobe bestätigt.

Ich versichere, zur Zeit keine Behandlung wegen körperlicher oder seelischer Leiden zu benötigen.

 

Düsseldorf, den ____________________________________

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lieber Patient!

Sie haben sich zu einer Unterbindung der Samenleiter (Vasektomie) entschieden.

Die Unterbindung der Samenleiter ist ein kleiner Eingriff, den ich ambulant in meiner Praxis durchführe. Nach einem kleinen Schnitt in den Hodensack (jeweils rechts und links) wird ein Stück des Samenleiters entfernt (zur mikroskopischen Untersuchung), der Samenleiter wird unterbunden, umgebogen und vernäht. Damit ist der Transport des Samens in die Harnröhre unterbrochen.

Sie können wählen zwischen einer örtlichen Betäubung oder einer Vollnarkose. Zur Durchführung der Operation stehen mir ein erfahrener Narkosearzt und eine ausgebildete OP-Schwester zur Seite.

Operationsvorbereitung beim Erwachsenen:

Laboruntersuchungen, Blutgerinnungsstatus, eventuell ein EKG

Eine Woche vor der Operation keine Aspirin-Präparate mehr einnehmen!!

 

 

Am Operationstag:

  1. Rasieren Sie sich am Vortag bitte die Haare des Hodensackes
  2. Tragen Sie eine relativ eng sitzende Unterhose.
  3. Sollten Sie keine Schmerzmittel in Ihrer Hausapotheke haben, lassen Sie sich von uns ein Rezept ausstellen.
  4. Bei Vollnarkose:

  5. Sechs Stunden vor dem OP-Termin sollten Sie nichts mehr essen, trinken oder rauchen.
  6. Halten Sie den Anästhesie-Fragebogen, eventuelle Allergiepässe od. sonstige für den Narkosearzt wichtige Unterlagen bereit.
  7. Wenn möglich, kommen Sie in Begleitung einer Vertrauensperson, die Sie in der Aufwachphase betreut und anschließend nach Hause begleitet.

- Nach der Narkose können Sie essen und trinken.

- Vermeiden Sie bitte ein selbständiges Teilnehmen am Verkehr und benutzen Sie ein Taxi, falls es Ihnen unmöglich sein sollte, in Begleitung zu kommen.

 

- Drei Tage nach dem Eingriff dürfen Sie duschen, ein Bad ist erst nach vollständiger Auflösung der Fäden angezeigt.

Bitte verständigen Sie uns rechtzeitig, wenn Sie den Operationstermin nicht einhalten können.